Auswärts zu wohnen, kann also richtig reinhauen ins Portemonnaie. Doch ist der Preis fürs Wohnen von zweierlei Faktoren abhängig: zum einen vom Studienort, zum anderen von der Wohnform. In Frankfurt am Main beispielweise berappen Studierende im Schnitt 323 Euro im Monat für Miete und Nebenkosten, auch in Hamburg und München über 300 Euro. In Chemnitz, Erfurt und Ilmenau jedoch weniger als 190 Euro. Insgesamt kann man sagen: Gerade in westdeutschen Großstädten und Studienhochburgen ist es am teuersten.
Rund 17 Prozent aller Studierenden entscheiden sich für die teuerste Wohnvariante und mieten sich alleine eine Wohnung, etwas über 20 Prozent tun sich mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin zusammen. Der Vorteil: Man ist unabhängig – der Nachteil: der Preis.
Stichwort: Wohngemeinschaft oder Zimmer zur Untermiete
Günstiger ist es, sich ein Zimmer zu mieten. Für Gesellige bietet sich eine WG an, bei der sich mehrere Studierende eine Wohnung teilen. Das Gute: Man kann auch Telefon oder Internetanschluss gemeinsam nutzen und so Geld sparen. Wer lieber alleine ist, kann auch ein Zimmer zur Untermiete suchen – mal mit mehr, mal mit weniger Familienanschluss. Das Wohnmodell "Zimmer" wählen 28 Prozent aller Studis.
Stichwort: Studentenwohnheim
Eine besondere Art zu wohnen, ist das Studentenwohnheim. 12 Prozent der Studis wählen diese Variante. Bundesweit gibt es rund 180.000 Wohnplätze in Studentenwohnheimen, die die örtlichen Studentenwerke betreiben. Mittlerweile heißt das nicht unbedingt, dass man auf einem ellenlangen Gang mit 20 anderen wohnt. Vielmehr bieten die Studentenwerke eine breite Palette an Wohnformen: vom Einzelzimmer über Appartements bis hin zu Wohngemeinschaften. Die Zimmer sind oft (teil-)möbliert und zumindest in modernen Anlagen recht gut ausgestattet. Darüber hinaus verfügen sie über Gemeinschaftsräume. Positiv: Die Häuser sind oft nah am Campus.
Die Mieten fürs Wohnheim schwanken erheblich. Auch hier kommt es sowohl auf die Lage als auch auf Faktoren wie Ausstattung oder Größe an. In Bochum beispielsweise kann man in einem kleinen Einzel- oder WG-Zimmer ab rund 170 Euro (warm) wohnen, unmöbliert auch günstiger. Einraum-Appartements starten bei rund 225 Euro (warm), größere sind entsprechend teurer. Insgesamt bleibt das Wohnheim in vielen Städten im Vergleich zum freien Markt eine Geldbörsen-schonende Möglichkeit – daher ist der Run auf Wohnheimplätze auch sehr groß. Und das heißt: Frühzeitig beim zuständigen Studentenwerk melden!
Und noch ein paar Fragen, um die Kosten besser zu kalkulieren:
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